kolumne · 4 Min. Lesezeit

LEGO® Indiana Jones™ 2 - Ein Klassiker - 17 Jahre später

Eine Fortsetzung zu Lego Horizon - Ist es das schlechteste Lego-Spiel?

Ist dieses klassisches Lego-Spiel mit allem was ein Lego-Spiel ausgestattet? Und noch wichtiger: Ist es heute noch spielbar?

Wenn man an Lego-Spiele denkt, kommt man an StarWars, Batman und auch an Indiana Jones nicht vorbei. 

LEGO® Indiana Jones™ 2 setzt hierbei auf eine offene Welt, wobei es eher 6 offene Welten sind. Anders als in anderen Genre-Vertretern wählt man nämlich ein Spielset aus und wird dann dort erst einmal in die Story geworfen, die dann regelmäßig durch eine kleine offene Welt unterbrochen wird. 

Hä?

Ganz simpel (und sinnbildlich): Du wählst dein erstes Bauset von Indiana Jones und der Kristallschädel und befindest die nun im ersten Teil des Films. Die offene Welt ist hierbei an den Anfang des Films angelegt. Das College, die Militär-Basis, das Testgelände, alles da in der offenen Welt. 

Nun spielst du das erstes von 5 Story-Levels und dann kommst du wieder in die offene Welt, und dort zu erkunden oder neues zu öffnen mit Charakteren die du freigeschalten hast. Denn auch hier gilt, wenn du das noch nicht kannst, oder nicht den passenden Charakter hast, geht es noch nicht. 

Das klassische "einmal durchspielen" / "einmal wiederholen" ist auch hier vorhanden, und macht unheimlich Spass, da es zwar kindgerecht, aber trotzdem manchmal kniffelig sein kann, bestimmte Sachen zu erledigen.

Hat man die Set-Story durch, wird das nächste Set freigeschalten, Wobei "der Kristallschädel" aus 3 Sets zu je 5 Levels besteht. hat man diese Story durch wird das Set für den ersten Indiana-Teil freigeschalten. Die "Vorgänger-Sets" unterscheiden sich dadurch, dass ein Set für einen Film steht. Diese sind dadurch zwar kürzer aber nicht langweiliger.

Unterschiede zu anderen Spielen?

Das Story-Erlebnis ist nach bekanntem Schema aufgebaut, hohe Punktzahl und Sachen finden im Level ist also vorhanden. Anders als bei (zum Beispiel) Star Wars, findet man die roten Steine jedoch diesmal in der offenen Welt.

Es gibt aber einen Unterschied: Diese Steine sind diesmal nicht nur rot. Es gibt daneben noch Grün und Blau und die Farbe hat eine Bedeutung. Rote Steine sind die "Cheats" für Punkte (Magnet, doppelte Punkte), Grün ist für die Spass-Anpassungen und Blau für Sachen wie "Schnelles bauen". Des weiteren findet man diese Steine nicht einfach, man muss dafür in jeder offenen Welt bestimmte Gegenstände zerstören. Manchmal geht das von Anfang an, manchmal muss man erst in der Story weiterkommen.

Zeit-Rennen in der offenen Welt sind ja nichts neues, aber diesmal gibt es sie auch in der Luft. Flugzeuge sind zwar nur selten nützlich, aber auf der einen oder anderen Karte werden sie benötigt um bestimmte Kartenbereiche zu erreichen. 

Die Story-Level selbst gibt es in zwei Formaten. Das klassische Jump'n'Run, dass man in Lego-Spielen eh erwartet und Fahrzeug-Arena-Kämpfe. Letzteres ist darauf ausgelegt, dass man eine bestimmte Menge an Gegner in einem eingeschränkten Levelbereich erledigt, wobei dies in der Regel in Phasen stattfindet. Entweder kommen mehr oder stärke Gegner oder die Arena erweitert sich. 

Und sonst noch was?

Charakter werden in der offenen Welt gekauft, manchmal muss man aber erst einmal eine kleine Armee besiegen, bevor der kaufbare Charakter auftaucht. Und neben den Story-Levels gibt es noch Schatz-, bzw. Bonuslevel. Diese findet man auf der Weltkarte, muss aber vorher noch ein Mini-Rätsel lösen. 

Hat man dann irgendwann alle goldenen Truhen gesammelt, kann man des Mega-Bauwerk bauen und damit ein Lego City Level freischalten, wo man dann Studs sammeln muss um das zu erledigen (1 Mio, ohne Duplikator).

Darüber hinaus gibt es noch einen Creator-Modus, wo man seine eigenen Level bauen kann. Hier können auch Welten angepasst werden, die man dann im Coop spielen kann.

Besser als Horizon?

Ich mag den alten "Slapstick"-Humor. Da zu dieser Zeit (2009) die Legofiguren noch nicht gesprochen haben, wurde aktiv auf die Handlungen der Figuren geachtet. Für mich persönlich immer ein Highlight. 

Die Story ist "on Point", wer die Filme kennt, findet massig lustige Referenz-Jokes. Sie wird selten langweilig.

Das "End-Game" ist spaßig, da ich in der offenen Welt einiges machen und erkunden kann, aber eben nicht auf "eine" offene Welt reduziert war.

Der Creator-Modus liegt für mich nicht im Fokus, da ich das Konzept eh selten nutze. Für die Platin-Jäger war es eher nervig, da man jedes Level der Story nochmal machen musste, wobei die Fahrzeug-Arenen nicht dabei waren. Und alle Bauteile kaufen musste. Aber nach einem Zeitaufwand von knapp 1 Stunde war auch das erledigt. 

Ich hab keine genaue Zeit, wie lange ich das Spiel gespielt hab, aber 12 bis 14 Stunden waren es sicher.

Würde ich das nochmal spielen?

Sicherlich. Wenn ich noch eine Version finde, die ich noch nicht platiniert hab, würde ich den Teil erneut spielen. Macht einfach Spass.

— shadowlife
June 2026
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